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Frauen und Kinder

Wieso ist es besonders schlimm, wenn Frauen und Kinder leiden und sterben? Das ist nicht zynisch gemeint, sondern todernst gefragt. Die körperliche Unterlegenheit kann ja nur für den Nahkampf mit Männern gelten.

 

Wo soll der aber heutzutage stattfinden, außer in Familien? Im Wohnzimmer des Grundgesetzes sozusagen. Frauen sind dort besonders vorsichtig zu behandeln, vor allem wenn sie gleichzeitig Mütter sind. Desgleichen Kinder, vor allem wenn höchstwahrscheinlich die eigenen. Es gibt anscheinend gute Gründe für unsere Verfassung.

 

Beim rüden Kräftemessen in der Öffentlichkeit sind Frauen und Kinder natürlich auch verloren. Die allermeisten Menschen – darunter Frauen, Kinder und null Deutsche – leiden und sterben aber in Kriegen. Kein Geheimnis. Nicht privat.

 

Haben sich erwachsene Männer also in sehr besonderer Logik den Tod verdient? Weil sie länger gelebt haben als Kinder, weil sie stärker sind als Frauen? Auf keinen Fall ist da eine bösartig unterstellte und pauschale Täterschaft wirksam.

 

Vielleicht ist aber auch alles ganz anders.

 

 

Bild: Plonk & Replonk "Les naufrageurs de Touristes" Musiktheater BUG (QUATUOR À CORPS) Regie: Ingrid von Wantoch Rekowski (Centre Pompidou/Paris)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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